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Wie man sieht, rostet es ganz ordentlich unterhalb des Dichtgummis der Heckscheibe. Ich habe einen Verdacht, wie das passieren konnte. Bei der Neulackierung des Bullis vor drei Jahren wurden die Fenster nicht ausgebaut, sondern nur abgeklebt. Das Ergebnis war, daß kleinste Spuren des flüssigen Lackes unter den Dichtgummi geronnen sind, und so einen Spalt entstehen ließen, durch den immer wieder Wasser unter den Gummi rinnen konnte. Ist aber nur so ein Verdacht...
Um das Fenster auszubauen muß man sehr beherzt vorgehen. Zuerst reibt man mit einem Pinsel möglichst viel Seifenwasser unter die Dichtlippe von beiden Seiten. Dann legt man sich bei geschlossener Heckklappe auf den Kofferboden und preßt mit den Füßen am Rand gegen die Scheibe. Die Scheibe wird dann bei kräftigen Pressen auf einem Schlag und mit großer Wucht aus dem Rahmen fliegen. Es muß daher unbedingt eine Hilfsperson (oder besser zwei) die Scheibe von außen auffangen. Kleine Anekdote: ich habe gedacht, die Scheibe wird sich nur teilweise aus dem Rahmen begeben, wenn ich zuerst nur am Rand mit den Füßen dagegen drücke. Meine Hilfsperson hat derweil von Innen ungläubig zugesehen. Wie gesagt springt die Scheibe aber auf einem Schlag aus dem Rahmen. Was soll ich sagen - meine getönte, beheizbare Scheibe, die bei VW 5.000 ATS kostet, ist einen Meter weit geflogen und zersprang dann auf dem Boden in etwa tausend Stücke. Nachdem die Scheibe ausgebaut ist, erfolgt das Entrosten, Grundieren und Lackieren, wie auf den anderen Seiten beschrieben. Allerdings sollte die Fläche, an der dann die äußerste Dichtlippe des Fenstergummis anliegt ohne nennenswerte Unebenheiten sein, ansonsten wird es nicht mehr dicht. Der Dichtgummi muß auch gründlich von den Rostrückständen befreit werden. Die Reinigung mit Spülmittel erfordert einiges an Zeit, aber nur ein peinlich sauberer Dichtgummi gewährleistet auch wasserdichte Verhältnisse. Ist der Gummi schon alt und hart, wird er vermutlich nicht mehr dicht werden. Dann würde ich eher einen neuen kaufen (ATS 400,-). Der Einbau der Scheibe sollte angeblich ganz einfach sein. Ich fand es eher schwierig: Jedenfalls wird der Dichtgummi ganz ordentlich auf die Scheibe aufgesetzt. Die nach innen gewölbte Seite der Scheibe ist natürlich die Innenseite. Dann wird eine Paketschnur in die Rille der Dichtung gelegt, in die nachher die Blechkante der Heckklappe kommt. Die Paketschnur ist 1,25-mal herumgelegt (also an der Oberseite der Scheibe doppelt). Dann wird die Scheibe an den Blechrand gelegt und dagegen gepreßt. Von Innen zieht nun jemand die Paketschnur aus der Rille. An der Stelle, an der die Schnur herausgezogen wird, wölbt sich der Gummi auf und kann über den Blechrand gestülpt werden. Dabei muß aber jemand von außen kräftig an dieser Stelle nach innen drücken. Das ist in der Tat nicht schwierig, wenn man in einer Ecke anfängt. Das Problem war aber, daß am anderen Ende angekommen die Scheibe scheinbar zu breit war. Der Dichtgummi war also am Anfang nicht tief genug in den Blechrand eingedrungen. Also noch einmal anfangen... Erst beim dritten Versuch war die Scheibe dann so einigermaßen drinnen, aber dicht war sie danach nicht mehr. Daher mußte ich den Gummi dann mit einer Dichtmasse abdichten. Alles in allem war die Sache mit der Heckscheibe die unerfreulichste Angelegenheit bei der Renovierung meines T3. |